Zoom Fatigue 

Installation für Fixed Media und Video (°2021)

Ursprünglich als Live-Zoom-Performance angedacht, wird Zoom Fatigue heute als fixed media und video ausgestellt.

Zu hören ist ein Vortrag, gehalten im Rahmen einer schulischen Veranstaltung via Videokonferenz. Der Inhalt des Vortrags bezieht sich auf das Phänomen „Zoom Fatigue“, welches während des Lockdowns in das gesellschaftliche Bewusstsein drang. 

„Zoom Fatigue“ ist sowohl Inhalt, als auch Form und Haltung des Stückes. Es versucht einen humorvollen Zugang zu den diversen, uns bestens bekannten, Störungen, die in einer Videokonferenz auftreten können, zu vermitteln. Diese Störungen liefern die Mittel, mit denen die Sprache verarbeitet wird – Delay, Feedback, Unterbrechungen. Je länger der Vortrag dauert, desto mehr Eigenleben entwickelt die Technik. Dieses Eigenleben wird musikalisch und generiert alle nötigen Klänge aus der Sprechstimme. Auf einer weiteren Ebene beeinträchtigt die Komposition die Haltung der Sprecherin. Diverse Symptome dieses Phänomens lassen ihre Fassade bröckeln: übertriebene Gesten und Mimik, Konzentrationsstörungen und ein erhöhtes Stresslevel. 

Annina Polivka Sprecherin

Franziska Bruecker Konzept, Komposition, Video